Warum brauchen weibliche Führungskräfte gerade in Männerdomänen Selbstwirksamkeit?

So wirkst du als Frau in einer Männerdomäne
Weibliche Führungskräfte brauchen gerade in Männerdomänen Selbstwirksamkeit, weil Rollenstereotype Druck erzeugen und der Stereotype Threat das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit schwächen kann. Sie hilft, klar zu entscheiden und entschlossen zu handeln.

Selbstwirksamkeit stärkt Vertrauen in das eigene Handeln

Selbstwirksamkeit beschreibt die Überzeugung, Herausforderungen mit den eigenen Fähigkeiten bewältigen und durch das eigene Handeln etwas beeinflussen zu können.

Wenn du deinen eigenen Einflussmöglichkeiten vertraust, fällt es dir leichter, Ideen einzubringen, Ziele klar zu vertreten und Entscheidungen zu treffen. Du richtest deine Aufmerksamkeit stärker auf das, was du selbst beeinflussen kannst, statt dich in eine Beobachterrolle zurückzuziehen.

Für dich als Führungskraft ist diese Überzeugung eine wichtige Grundlage, um auch unter hohem Druck und zunehmender Komplexität handlungsfähig zu bleiben.

Rollenstereotype und Stereotype Threat erhöhen den Druck

In männerdominierten Umfeldern können weibliche Führungskräfte mit Rollenstereotypen konfrontiert sein. Sie sind gesellschaftlich geteilte Vorstellungen darüber, wie Menschen in bestimmten Rollen typischerweise sind oder sein sollten.

Bei weiblichen Führungskräften können solche Erwartungen mit Geschlechterstereotypen zusammentreffen. So gilt eine gute Führungskraft etwa als durchsetzungsstark, dominant und rational, während Frauen eher Fürsorge und Kooperation zugeschrieben werden.

Zusätzlich kann der sogenannte Stereotype Threat greifen. Das ist die Sorge, aufgrund eines negativen Stereotyps beurteilt zu werden oder dieses durch das eigene Verhalten ungewollt zu bestätigen.

Das kann Stress und Unsicherheit verstärken und das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit beeinträchtigen. Du denkst dann stärker über dein Auftreten oder deine Leistungen nach, statt proaktiv zu Tun.

Mit drei Schritten die eigene Selbstwirksamkeit stärken

1. Gestalte bewusst

Warte nicht auf Initiativen von außen. Bring deine eigenen Ideen aktiv ein und konzentriere dich auf das, was du selbst beeinflussen kannst. Wenn du erlebst, dass dein Handeln etwas bewirkt, stärkst du das Vertrauen in deine eigenen Möglichkeiten.

2. Handle entschlossen

Betrachte komplexe Aufgaben als Chance, deine Stärken einzusetzen und deine Kompetenzen weiterzuentwickeln. Entschlossen zu handeln bedeutet nicht, jede Situation ohne Zweifel zu meistern, sondern Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen.

3. Reflektiere regelmäßig

Nimm dir bewusst Zeit für Selbstreflexion und prüfe, welche Erfahrungen dich weitergebracht haben. Erinnere dich an Situationen, die du erfolgreich bewältigt hast, und daran, was du selbst dazu beigetragen hast.

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