Warum der Druck in der Sandwichposition jetzt größer wird

Weibliche Führungskraft in der Sandwichposition, argumentiert zwischen CEO und Mitarbeiter
Der Druck in der Sandwichposition wird für Führungskräfte jetzt größer, weil Hierarchien abflachen und KI Jobs verändert. Als Führungskraft sollst du dein Team neu ausrichten, ROI mit KI erzeugen und deinen eigenen Beitrag neu definieren, um relevant zu bleiben.

Die alte Führungslogik gerät aus den Fugen

Lange war die Logik im mittleren Management relativ klar.

Wer fachlich kompetent war, die Umsatz-, Ziel- und Budgetvorgaben einhielt, Verantwortung übernahm, Projekte termingerecht umsetzte, Reibungsverluste minimierte und Output-orientiert führte, hatte gute Chancen, als Führungskraft in der Sandwichposition Karriere zu machen.

Heute werden die Sprossen der Karriereleiter kürzer und KI verändert Stellen, Rollen und Aufgaben.

Unter diesen Bedingungen funktioniert die alte Führungslogik im Mittelmanagement nicht mehr.

Wachstumsstrategien erhöhen den Druck

Durch geänderte Strategien entstehen vermehrt neue Geschäftsmodelle und Prozesse.

Vom CEO kommt die Aufforderung: umsetzen, beschleunigen, Ergebnisse liefern. Im Team entstehen Unsicherheit, Widerstände und Sorge.

Du musst Entscheidungen, auf die du oft kaum Einfluss hast, in den Arbeitsalltag übersetzen. Gleichzeitig stellen Mitarbeitende Fragen, die nicht immer sofort beantwortbar sind: Behalte ich meine Stelle? Brauche ich das, was ich eigentlich gelernt habe, zukünftig noch?

Einerseits nimmt die digitale Transformation Fahrt auf, andererseits ist klar erkennbar, dass diese Veränderungen ihren Preis haben.

In der Sandwichposition entsteht Handlungsdruck.

Pilotprojekte verlieren ihren Schutzraum

KI war zu Beginn ein großes Experiment. KI-Tools wurden getestet und erste Use Cases gesammelt.

Diese Pilot- und Experimentierphase hat einen gewissen Schutzraum geboten. Lernen stand im Vordergrund, Fehler waren erlaubt und die Ergebnisse waren neu und spannend.

Damit ist jetzt Schluss.

KI muss messbaren ROI erzeugen. Das zeigt auch der 2025 AI Adoption Report von Wharton und GBK Collective. Aus Testfeldern werden Zielvorgaben und aus Neugier werden Verantwortung und Nachweispflicht.

Für dich als Mittelmanager ist das eine spürbare Verschiebung. Du musst Prozesse beschleunigen, die Produktivität erhöhen und dein Team befähigen.

KI eröffnet neue Chancen für Mitarbeitende

KI verändert auch den Zugang zu Informationen grundlegend.

Durch KI-Tools erhält dein Team plötzlich Einblicke in Daten und Reportings, wie Entscheidungen getroffen werden. Sie erkennen klarer, wie sich Beiträge in deinem Bereich auf die Ziele des Unternehmens auswirken und ob und wie einzelne Tätigkeiten zur Wertschöpfung beitragen.

Das war bislang fast ausschließlich dir als Führungskraft vorbehalten.

Entscheidend ist jetzt, wie du dein Team neu ausrichtest, wer welche Kompetenzen braucht und welche Rollen neu zu definieren sind.

Die Sandwichposition gerät auf den Prüfstand

Wenn Mitarbeitende mehr Einblicke gewinnen, hat das auch Auswirkungen auf dich als Führungskraft.

Es reicht nicht mehr, dass du weißt, welche Position im Organigramm du hast und aus wie vielen Mitarbeitenden dein Team besteht.

Deine Führungsrolle wird zukünftig danach bewertet, was dein eigener Beitrag im veränderten Gefüge ist. Das will jetzt nicht mehr nur dein CEO wissen, sondern auch dein Team.

Das löst nicht nur weitere Spannungen aus, sondern vor allem eine Neuorientierung, für die du Urteilsvermögen brauchst.

Dein Beitrag entscheidet über deine Relevanz

Wenn du deine Führungsrolle über einen starken Wertbeitrag definierst, gewinnst du an Relevanz. Du reagierst frühzeitig auf potenzielle Folgen des „Great Flattening“ und entwickelst ein neues Verständnis von Führung, das besser auf flache Hierarchien und die Nutzung von KI abzielt.

Damit das gelingt, brauchst du gute Fragen und klare Antworten. Hier findest du erste Impulse, die ich dir aus meiner Praxis mitgebracht habe:

  • Was genau sind deine beruflichen Handlungsmotive?
  • Welche Stärken und Kompetenzen zeichnen dich aus?
  • Welches Echo hallt nach, wenn du einen Raum verlässt?
  • Wie gewinnst du die Aufmerksamkeit strategischer Entscheider?

Bevor der Druck in der Sandwichposition zu groß wird, kläre, wie du deinen Wertbeitrag so sichtbar machst, dass du bei strategischen Entscheidern Aufmerksamkeit erzeugst.

 

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